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Am Start: Wasserstoff-Rennmobil Drucken E-Mail
Thursday, 19 May 2005
Rennmobil der TU Chemnitz
Studenten der TU Chemnitz beteiligen sich zum ersten Mal mit ihrem futuristischen Elektromobil an einem internationalem Wettbewerb in Frankreich. Angetrieben wird das aerodynamische Mobil von einem 250-Watt Elektromotor, dessen Energie von einer Wasserstoff-Brennstoffzelle erzeugt wird.
227 Teams aus 18 Ländern nehmen vom 21. bis 22. Mai 2005 am Europäischen Shell Eco-marathon 2005 auf dem Nogaro-Ring in Südwestfrankreich teil. Bei diesem Wettbewerb sollen die selbstgebauten Fahrzeuge mit so wenig Energie wie möglich so weit wie möglich kommen. Unter den Teilnehmern ist erstmals eine Mannschaft aus Chemnitz. Ihr Name: "Fortis Saxonia", was "Starke Sachsen" bedeutet. Das vierzehnköpfige Studententeam der baute in nur sechs Monaten ihren Prototyp "Fortis Saxonia 1". Das 2,70 Meter lange Fahrzeug besitzt ein futuristisches Chassis in Halbtropfenform. Es besteht aus einem mit Carbonfasern verstärkten Kunststoff. Angetrieben wird das aerodynamische Mobil von einem 250-Watt Elektromotor, dessen Energie von einer Wasserstoff-Brennstoffzelle erzeugt wird. "Mit dieser zukunftsorientierten Antriebstechnologie streben wir eine Platzierung unter den Top Ten an", sagt Thomas Mäder, Sprecher des "Fortis Saxonia"-Teams.
Für den Bau des Fahrzeuges und die Teilnahme am Wettbewerb in Frankreich mussten die Chemnitzer Studenten über 25.000 Euro aufbringen. Allein der Wert von "Fortis Saxonia1" liegt jetzt bei etwa 20.000 Euro.

Stichwort: Shell Eco-marathon 2005
Seit 20 Jahren treten beim Shell Eco-marathon Schüler- und Studententeams aus aller Welt an, um den Gedanken einer zukunftsfähigen Mobilität und Nachhaltigkeit praktisch umzusetzen. Es ist egal, ob die Fahrzeuge mit Benzin, Diesel, Flüssiggas oder alternativen Energien wie Wasserstoff, Biomasse und Solarenergie betrieben werden. Der derzeitige Rekord beim Shell Eco-marathon liegt bei 3.494 Kilometern mit einem Liter Kraftstoff. Beim Wettbewerb legt jedes Mobil allerdings nur etwa 25 Kilometer bei mindestens 30 Stundenkilometern zurück. Der jeweilige Verbrauch wird in äquivalenten Kilometer/Liter- Werte mit Shell Super Benzin (95 Oktan) hochgerechnet. Unabhängig vom verwendeten Energietyp siegt das Fahrzeug mit dem geringsten Energieverbrauch.
In diesem Jahr gehen 227 Teams aus 18 Ländern an den Start, darunter erstmals Teams aus Norwegen und Kanada. Sie messen sich mit Mannschaften aus Belgien (10), der Tschechischen Republik (1), Dänemark (2), Großbritannien (1), Finnland (4), Frankreich (160), Deutschland (2), Griechenland (3), Italien (3), den Niederlanden (1), Portugal (19), Saudi-Arabien (1), der Slowakei (1), Spanien (6), der Schweiz (3) und der Türkei (8).
Neben dem "Fortis Saxonia"-Team der TU Chemnitz geht aus Deutschland auch das "Schluckspecht-Team" der Fachhochschule Offenburg ins Rennen. Dieses Team, das bereits seit 1998 am Shell Eco-marathon teilnimmt, stellte 2003 seinen persönlichen Rekord auf: Mit einem Liter Diesel schafften die Offenburger eine Strecke von 1.310 Kilometern.
Der Shell Eco-marathon 2005 geht übrigens über drei Runden: Die 30 besten Teams des Wettbewerbs auf dem Nogaro-Ring qualifizieren sich für die zweite Runde am 18. und 19. Juni 2005 in Ladoux, Frankreich. Die drei besten Teams dieser Runde bestreiten am 6. und 7. Juli 2005 das Finale auf dem Gelände des Rockingham Speedway, Großbritannien.
Weitere Informationen zum Shell Eco-marathon 2005: http://www.shell.com/eco-marathon

Weitere Informationen: http://www.fortis-saxonia.de - Homepage des "Fortis Saxonia"-Teams der TU Chemnitz (Infos zum Auto, zum Team, zu den Sponsoren etc.)
http://www.shell.com/eco-marathon
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